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Fahrt zur alten Synagoge in Essen

 

Historisch-politische Dokumentationsforum und Gedenkstätte der Stadt Essen

Am 13. und 14.August 2008 besuchten die Klassen der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen einer Exkursion
des Religionsunterrichts die Alte Synagoge in Essen. Das Gebäude der Neuen Synagoge, welches 1913
für eine damals sich stetig vergrößernde jüdische Gemeinde nach zweijähriger Bauzeit errichtet wurde,
ist wohl eines der imposantesten Bauwerke dieser Art nördlich der Alpen und übertrifft von ihrem Bauvolumen
sogar die heute wieder zugängliche Synagoge in Berlin. 

Die religiöse Nutzung dieser Neuen Synagoge ist im Verhältnis zu der auf Ewigkeit konzipierten Architektur des Gebäudes
leider nur kurz gewesen: Die Zerstörung der meisten Synagogen in Deutschland während der Reichspogromnacht
am 9./10.November 1938 durch die Nazis hat auch der so stattlichen Gemeinde im Essener Zentrum ein Ende bereitet.
Nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 unterlag das Gebäude bis zu seiner Wiedereröffnung als „Alte Synagoge“
einer wechselhaften Geschichte. Sie gilt heute als historisch-politisches Dokumentationsforum und Gedenkstätte der Stadt Essen.
In ihrem Inneren haben sich die Jungen und Mädchen der Theodor-Heuss Realschule auf Spurensuche begeben.

Im Gebäude der ALTEN SYNAGOGE werden zwei Dauerausstellungen gezeigt. Die Ausstellung
Stationen jüdischen Lebens. Von der Emanzipation bis zur Gegenwart
im Hauptraum und im Emporenbereich die Ausstellung Verfolgung und Widerstand in Essen 1933 - 1945.
Eine kleinere Fotoausstellung im Treppenaufgang dokumentiert die Geschichte des Gebäudes.
In unregelmäßigen Abständen sind außerdem Wechselausstellungen zu sehen.

Die Dauerausstellung Stationen jüdischen Lebens, die seit November 1988 im Hauptraum der ALTEN SYNAGOGE gezeigt wird,
weist auf die traditionellen Grundlagen sowie auf zentrale Etappen jüdischen Lebens in Deutschland und in Essen seit
der rechtlichen Gleichstellung im 19. Jahrhundert hin. Im Mittelpunkt steht die Perspektive jüdischen Handelns, Denkens und Fühlens.

Verfolgung und Vertreibung der deutschen Mitbürger jüdischen Glaubens während der NS-Zeit stehen im harten Widerspruch zu der
emanzipierten und in die Essener Bürgerschaft integrierten jüdischen Gemeinde. Bilder und Gegenstände von Ausgrenzung,
Unterdrückung und Entwürdigung von Menschen lassen die Schülerinnen und Schüler der JgSt. 9 betroffen werden, viele Fragen drängen sich auf.

Für die begleitenden Religionslehrerinnen und – Lehrer Fr. Bitting/H. Rohsbach und Fr. Kohaus/H. Rittner sowie die betroffenen
Schülerinnen und Schüler wird sich eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten dieser Ausstellung anschließen.

Am 27.02.1980 beschloss der Rat der Stadt Essen die Gedenkstätte ALTE SYNAGOGE einzurichten.

Auf den Tag genau 28 Jahre später, am 27.02. 2008, beschloss der Rat der Stadt Essen einstimmig, die Neukonzeption
der ALTEN SYNAGOGE umzusetzen und das Haus zu einer kulturellen Begegnungsstätte, zu einem Haus jüdischer Kultur weiterzuentwickeln. 

Ab 1.9.2008 bleibt die ALTEN SYNAGOGE für die Zeit der Gestaltungsarbeiten geschlossen. Eine Wiedereröffnung ist für 2010 geplant.

Wir freuen uns schon auf den nächsten Besuch!


 

 


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