9. November - "Tag der Toleranz" an der
Theodor-Heuss-Realschule
Seit vielen Jahren begeht die Schule in besonderer Weise diesen Tag, indem
sie sich einerseits mit Themen zur Vergangenheitsbewältigung befasst,
andererseits auch zu aktuellen Themen der Mitmenschlichkeit arbeitet.
So besuchten viele Klassen der Unterstufe den jüdischen Friedhof, teils
unter Begleitung der SOR (Schule ohne Rassismus)-AG-Schüler, um der jüdischen
Coesfelder Bürger und ihrer unterschiedlichen Schicksale zu gedenken.
Die 9er und 10er Klassen sahen im Cinema den Film "Am Ende kommen
Touristen" von Robert Thalheim: Sven muss sich als Zivildienstleistender in
Oswiecim, früher Auschwitz, mit der Vergangenheit, aber auch mit der von der
Vergangenheit beeinflussten Gegenwart auseinandersetzen. Dort hat er sich um
Stanislaw Krezeminski, einem Überlebenden des KZs, zu kümmern, der ein
schwieriger alter Mann ist, sich am liebsten in seine Werkstatt einschließt, in
der er die Koffer der ermordeten Häftlinge repariert und als Zeitzeuge zu
Jugendgruppen spricht.
Der Film ist wunderbar unspektakulär, drückt auf keine Tränendrüse, sondern
zeigt einfach und will erzählen. Das Nachdenken darüber passiert dann von
alleine. Die Schüler äußerten sich sehr positiv über den Film und applaudierten
am Schluss.
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